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100 Jahre

Mit uns wurde Cöln elektrisch

Ein Mann, ein Fahrrad, eine Werkzeugtasche. Das waren die Anfänge unseres Unternehmens – damals schrieb sich Köln übrigens noch mit C! 1908 hatte Hermann Bolder an der Königlichen Maschinenbauschule seine Meisterprüfung für Elektromonteure bestanden. Ein brandneuer Beruf, der gerade einmal im Jahr zuvor eingeführt worden war. Und bereits 1910 wurde Meister Bolder sein eigener Chef. Er gründete in der Palmstraße 4 seinen Betrieb.

Für uns ist es heute kaum noch vorstellbar, welchen unglaublichen Eindruck elektrisches Licht damals auf die Menschen machte, die nur Kerzen, Öllampen oder Gaslaternenkannten. Es war hell, geruchlos, reduzierte die Brandgefahr – und es war auf Knopfdruck einfach immer da.


Genauso die Kraft der Elektromotoren, die in den Gewerbebetrieben die riesigen und gefährlichen Dampfmaschinen mehr und mehr ablösten. Die Welt im Umbruch...


Hermann Bolder war mit seinem Fahrrad ständig unterwegs, um den stetig steigenden Bedarf an elektrischem Licht und Kraftanlagen in der boomenden Stadt Köln zu decken. In Gewerbebetrieben vor allem.

Aber auch in Wohnhäusern, die häufig von den kleinen Blockkraftwerken benachbarter Firmen mit versorgt wurden.

 

z_100jahre_icon_02 1908 Hermann Bolders Meisterprüfung
an der Königlichen Maschinenbauschule.
z_100jahre_icon_01 1910 Gründung des Betriebes in der Palmstraße 4.
Meister Bolder wurde sein eigener Chef.
z_100jahre_icon_12 1919 Doch schon nach vier Jahren legte der Erste Weltkrieg den aufstrebenden Handwerksbetrieb lahm: Gleich zu Kriegsbeginn wurde Hermann Bolder einberufen. Aber 1919 gab ein einen Neuanfang – nun mit der tatkräftigen Unterstützung seiner jungen Ehefrau Margarete. Es sollte nicht der letzte sein ...
z_100jahre_icon_03 1921
Gemeinsam bewältigten sie die harten Zeiten von Weltwirtschaftskrise und Inflation, einige Jahre später erwarben sie stolz das an die Palmstraße 4 angrenzende Eckhaus AlteWallgasse 29 für Ladenokal, Büro und Lager.
 z_100jahre_icon_05 1944
Doch der Zweite Weltkrieg brachte neue Rückschläge: Mit 56 Jahren wurde Hermann Bolder 1939 zum „Sicherheitshilfsdienst“ einberufen.

Tagsüber konnte er meist im Geschäft sein, die Abende und Nächte verbrachte er im Bereitschaftsquartier oder im Einsatz. Und Hermann Bolder musste hilflos mit ansehen, wie sein gesamter Betrieb in einer Bombennacht des Jahres 1944 komplett zerstört wurde.
z_100jahre_icon_04 1945
Ein drittes Mal begannen Hermann und Margarete Bolder 1945 ganz von vorn – in einem kleinen Ladenlokal am Friesenwall. Hilfe kam von den Töchtern, die Söhne waren noch in Kriegsgefangenschaft.


z_100jahre_icon_06 1948
Mit 62 Jahren stürzte sich Hermann Bolder nicht nur in den Neuaufbau seines Geschäfts, sondern auch in den Wiederaufbau seiner geliebten Heimatstadt. Eine unglaubliche Energieleistung – bewundernswert!
z_100jahre_icon_08 1958
1958 – mit 75 Jahren – übergab er sein Lebenswerk dann an seinen Sohn Hermann-Josef.
z_100jahre_icon_13 1972

Hermann und Margaret Bolder durften es auch noch erleben, dass 1972 ihr im Krieg zerstörte Haus Alte Wallgasse 27/Palmstraße 4 wieder aufgebaut wurde. Dort verbrachtensie ihre letzten Lebensjahre.
z_100jahre_icon_14 1985
1985 feierte Hermann-Josef Bolder das 75-jährige Bestehen des Unternehmens. Der heutige Inhaber Martin Bolder war damals schon seit sechs Jahren als Juniorchef im Betrieb. Als er dann am 17.12.1990 die Firma übernahm, modernisierte er auch den Namen und die Rechtsform.
z_100jahre_icon_11 2010
Heute beschäftigt die Martin Bolder GmbH zwölf Mitarbeiter und zusätzlich fünf Auszubildende. Und die Tradition des ständigen Wandels offenbart sich nicht nur in den regelmäßigen Fortbildungen für alle Beschäftigten: Im Schaufenster des Ladengeschäfts erinnern alte Schalter, Glühlampen und andere Elektrogeräte als technische Antiquitäten an 100 abwechslungsreiche und manchmal auch turbulente Jahre.